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Thema Emigration

Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage und mangelnder Zukunftsperspektiven vollzog sich mitder Gründung des Königreiches Italien ein Exodus, d.h. eine nicht mehr überschaubare Auswanderungswelle, die bis heute nicht abgeschlossen ist. In den Jahren von ca. 1862 bis 1913 verließen über 5 Millionen Kalabresen ihre Heimat und zogen in die weite Ferne – mit dem Ziel auf ein besseres Leben, einen angenehmeren Lebensstil, der es den Auswanderern ermöglicht, sich Perspektiven zu setzen. Seit den 70er -Jahren konnten weitere 3,5 Millionen Kalabresen verzeichnet werden, die ihr Leben in ihrer wunderschönen Heimat am Meer und an der Küste aufgaben, um sich im Norden Italiens, Europas oder sogar in Übersee eine bessere Zukunft aufbauen zu können.


Betrachtet man die Wichtigkeit der Heimat -und Familienverundheit der Süditaliener, so kann man sich vorstellen, wie schwer dieser Schritt, in die weite Ferne bzw. Fremde zu ziehen, einem Kalabresen überhaupt fallen muss. Für die Süditaliener stellt die Familie den größten Fokus in ihrem Leben dar. Die Familie ist der Grundpfeiler, auf den sich jeder Kalabrese verlassen und dem vertraut werden kann.Die Familienzugehörigkeit und der allgemeine Familienzusammenhalt ist in einer kalabresischen Familie das oberste Gebot. Im Rahmen einer Emigration aus der Heimat fällt es den Kalabresen besonders schwer, all dies zurückzulassen – nicht nur die Familie selbst, sondern auch das Heimatgefühl und alle familiären Werte, die seit der Kindheit aufgebaut und vermittelt wurden. Die wirtschaftliche Lage zwingt viele Kalabresen jedoch dazu, aufzubrechen, um sich irgendwo ein neues und damit besseres Leben aufbauen zu können. Die meisten ziehen mit dem Vorsatz los, Geld zu verdienen, zu sparen und dann zurückzukehen. Tatsache ist hingegen, dass nur wenige heimkehren, die meisten richten sich dauerhaft in der Fremde ein und verbringen auch dort ihren Lebensabend. Der Grund hierfür liegt darin, dass fernab von der Heimat die gewonnenen Ersparnisse oft nicht reichen, um sich im Süden wiederholt ohne Erwerbsquelle niederzulassen. Darüber hinaus ist noch jener Aspekt zu berücksichtigen, der besagt, dass sich viele Emigranten in der Ferne einen anderen, besseren und „gehobeneren“, Lebensstil geschaffen haben, der sie von jenem in der Heimat entfremdet und sich drastisch unterscheidet. In der Ferne können sich die Kalabresen etwas leisten, sie können sich einen Weg in eine bessere Zukunft ebnen. Mit diesem Gedanken freunden sich die meisten sehr schnell an, wodurch eine Rückkehr in die armselige Heimat, in welcher die schönen Seiten des Lebens durch das Meer, die Küste, das unbeschwerte Leben geprägt sind, nicht mehr anzudenken ist. Demzufolge beschränkt sich die Rückkehr in die Region Kalabriens stets auf Sommeraufenthalte im Kreise der Familie. Danach geht es wieder zurück in die Ferne, wo die Arbeit arbeitet und der Grundsatz der Kalabresen gilt: Habe ich eine gute Arbeit, so kann ich sparen und mit eine gute Zukunft sichern.

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